Humanitäre Hilfe in Äthiopien

Förderung des Zugangs zu grundlegenden Dienstleistungen durch integrierte Schutz- und Bildungshilfe

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Die Europäische Union mit ihren Mitgliedsstaaten ist ein führender Geber der Humanitären Hilfe weltweit. Die EU hilft jedes Jahr über 120 Millionen Opfern von Konflikten und Katastrophen. Mit einem Hauptsitz in Brüssel und einem globalen Netzwerk aus Feldbüros, leistet die Union den vulnerabelsten Menschen Beistand. Dabei orientiert sie sich einzig an den humanitären Bedürfnissen, ohne jede Diskriminierung unabhängig von Rasse, ethnischer Gruppe, Religion, Geschlecht, Alter, Nationalität oder politischer Zugehörigkeit.

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In dieser Aktion haben sich zahlreiche deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen, um im Katastrophenfall koordiniert und effektiv helfen zu können. Schirmherr ist Bundespräsident a. D. Horst Köhler

Projektzeitraum:

Juni 2022  - Juni 2025

Land:

Äthiopien

Finanzvolumen: 

10.200.000 Euro (davon 9.600.000 Euro von ECHO und 600.000 Euro von Plan International, Action Aid, Imagine1day und World Vision). 150.738 Euro Ko-Finanzierung durch Aktion Deutschland Hilft (ADH). 

Projektbeschreibung:

Seit dem Ausbruch des Tigray-Konflikts im November 2020 wurden Millionen von Menschen in den Projektregionen vertrieben. Geschlechtsspezifische Gewalt ist ein Hauptproblem in den untersuchten Gemeinden. Die Zahl der Hilfsbedürftigen in diesem Bereich ist von 3,5 Millionen im Jahr 2021 auf 5,8 Millionen im Jahr 2022 gestiegen. Die Schutzbedürfnisse von Kindern werden durch den fehlenden Zugang zu Bildung noch verstärkt, da Schulen stark beschädigt wurden und viele Haushalte aufgrund des Verlusts ihrer Lebensgrundlagen nicht mehr in der Lage sind, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Ziele und Inhalte des Projekts:

  • Das Projekt zielt darauf ab, die lebensnotwendigen Grundbedürfnisse von Binnenvertriebenen und konfliktbetroffenen Bevölkerungsgruppen durch integrierte lebensrettende Maßnahmen sowie Schutz- und Übergangsbildungsdienste zu erfüllen.
  • Die Hilfe wird im Rahmen eines integrierten, alters- und geschlechtsspezifischen, integrativen und konfliktsensiblen Ansatzes geleistet, um Kosteneffizienz, die Beteiligung lokaler Gemeinden und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts zu gewährleisten und potenzielle Spannungen zwischen Gemeinden zu entschärfen.
  • Die Kapazitäten der Gemeindemitglieder, der Gemeindestrukturen und der zuständigen lokalen Behörden werden im Rahmen beider Komponenten gestärkt, um die Nachhaltigkeit und die Beteiligung der Gemeinden zu gewährleisten.

An wen richtet sich die Hilfe?

  • Etwa 120.933 Begünstigte (62.706 Frauen und 58.227 Männer) werden direkt von dem Projekt profitieren.
  • Binnenvertriebene, Rückkehrer und gefährdete Mitglieder der Aufnahmegemeinschaften werden vorrangig behandelt, wobei Mädchen, Jungen, heranwachsende Mädchen, Überlebende von Gewalt gegen Frauen sowie unbegleitete und von der Familie getrennte Kinder besondere Aufmerksamkeit erhalten.
  • Beispielsweise werden im Rahmen der Schutzmaßnahmen insgesamt schätzungsweise 2.423.698 Begünstigte (direkt und indirekt) durch z. B. Fallmanagement, Verteilung von Nahrungsmitteln und Hilfsgütern, Bargeld sowie Sensibilisierung und Aufbau von Kapazitäten erreicht.
  • Außerdem erhalten 51.555 Schüler durch formale und nicht formale Bildungsmaßnahmen Zugang zu einem sicheren und qualitativen Lernumfeld